Katzenallergie: Symptome, Ursache, Test und was hilft

In diesem Artikel
  1. Wann du zum Arzt solltest, und wann sofort
  2. Wie äußert sich eine Katzenallergie?
  3. Ursache: Worauf du eigentlich allergisch bist
  4. Katzenallergie testen: beim Hausarzt oder Allergologen
  5. Katzenallergie behandeln: was hilft
  6. Mit Katze leben trotz Allergie
  7. Hypoallergene Katzen: was dran ist
  8. Allergisch auf die Katze, oder ist die Katze allergisch?
  9. Häufige Fragen

Eine Katzenallergie zeigt sich meist wie ein Heuschnupfen, der nicht an die Jahreszeit gebunden ist: Niesen, laufende oder verstopfte Nase, juckende und tränende Augen, oft auch Husten. Manche Menschen bekommen rote, juckende Stellen auf der Haut, wo die Katze sie geleckt oder gekratzt hat. Auslöser sind Eiweiße aus Speichel, Haut und Talgdrüsen der Katze, vor allem das Allergen Fel d 1. Ob du wirklich auf Katzen reagierst, klärt dein Hausarzt oder ein Allergologe mit einem Haut- oder Bluttest. Tabletten und Nasensprays lindern die Beschwerden, eine Hyposensibilisierung kann die Allergie selbst abschwächen. Hast du Asthma oder wirst du kurzatmig, gehört das immer zum Arzt.

Kurz gesagt

  • Symptome: Niesen, Schnupfen, juckende oder gerötete Augen, Husten, Atemnot, und auf der Haut Rötungen oder Quaddeln nach Kontakt mit der Katze.
  • Ursache: Eiweiße aus Speichel, Hautschuppen und Talgdrüsen, vor allem Fel d 1. Die Haare tragen das Allergen nur weiter.
  • Test: beim Hausarzt (Bluttest) oder beim Allergologen (Pricktest). Einen Selbsttest, bei dem die Katze ein paar Tage auszieht, kannst du dir sparen.
  • Behandlung: Kontakt verringern, dazu Antihistaminika, Nasenspray und in manchen Fällen eine Hyposensibilisierung über mehrere Jahre.
  • Hypoallergene Katzen: gibt es nicht. Jede Katze bildet Fel d 1, auch eine Maine Coon, eine Sphynx oder eine Sibirische Katze.

Wann du zum Arzt solltest, und wann sofort

Hast du den Verdacht, dass du auf Katzen allergisch bist, mach einen Termin bei deinem Hausarzt. Du musst nicht warten, bis es schlimmer wird. Je früher du weißt, worauf du reagierst, desto gezielter kannst du etwas tun.

Geh auf jeden Fall zum Arzt, wenn:

  • du in der Nähe einer Katze kurzatmig wirst, beim Atmen pfeifst oder oft husten musst
  • du schon Asthma hast und es schlechter wird
  • du nachts wegen verstopfter Nase oder Husten schlecht schläfst
  • Tabletten aus der Apotheke nach einigen Wochen nicht genug helfen

Das ist wichtig, weil sich aus einem allergischen Schnupfen nach einigen Jahren Asthma entwickeln kann. Darauf weisen sowohl gesundheitsinformation.de als auch der Allergieinformationsdienst des Helmholtz Zentrums München hin. Ärzte sprechen vom Etagenwechsel.

Ruf sofort den Notruf 112 (in der Schweiz auch 144), wenn deine Zunge oder dein Hals anschwillt, du kaum Luft bekommst oder dir schwindelig wird. Eine so heftige Reaktion ist bei einer Katzenallergie selten, aber sie ist ein Notfall.

Wie äußert sich eine Katzenallergie?

Die Beschwerden kommen meist kurz nach dem Kontakt mit der Katze oder nachdem du eine Wohnung betreten hast, in der eine Katze lebt. Weil Katzenallergen auch an Kleidung haftet, können sie auch an Orten ohne Katze auftreten, etwa im Büro, in der Schule oder im Zug.

Nase und Augen

  • Niesen, oft mehrmals hintereinander
  • laufende oder verstopfte Nase
  • Juckreiz in der Nase
  • juckende, gerötete oder tränende Augen, manchmal geschwollene Lider
  • Müdigkeit oder ein dumpfes Gefühl im Kopf

Husten und Atemwege

Ein Kratzen im Hals, ein trockener Reizhusten oder ein Engegefühl in der Brust sind typisch, wenn die Allergie auf die unteren Atemwege übergreift. Pfeifender Atem und Atemnot sind Zeichen für allergisches Asthma. Damit gehst du zum Arzt, auch wenn die Beschwerden nach einer Weile wieder abklingen.

Katzenallergie auf der Haut

Leckt dich deine Katze oder kratzt sie dich, kann die Stelle rot werden, jucken und kleine Quaddeln bilden. Manche Menschen bekommen nach dem Streicheln juckende Flecken an Händen, Unterarmen, Hals oder im Gesicht. Laut gesundheitsinformation.de kommen Quaddeln (Nesselsucht) und Hautausschlag bei einer Tierallergie seltener vor als Schnupfen, sie gehören aber dazu. Hast du Neurodermitis, kann sie durch den Katzenkontakt aufflammen.

Meist verschwindet so eine Stelle nach einigen Stunden von selbst. Wasch sie mit Wasser und Seife und fass dir danach nicht in die Augen. Achte auf den Unterschied zu einer entzündeten Wunde: Wird ein Kratzer oder Biss nach ein, zwei Tagen dicker, wärmer und schmerzhafter, kann eine Infektion dahinterstecken. Das lässt du beim Arzt anschauen.

Wenn du selbst eine Katze hast

Lebst du mit einer Katze zusammen, fehlen oft die plötzlichen Niesanfälle. Stattdessen bleibt ein Dauerzustand: eine Nase, die immer etwas zu ist, gereizte Augen, ein Husten, der nicht weggeht. Viele halten das monatelang für eine verschleppte Erkältung. Ein typischer Hinweis ist, dass die Beschwerden im Urlaub besser werden und zu Hause wiederkommen.

Ursache: Worauf du eigentlich allergisch bist

Viele sprechen von einer Katzenhaarallergie. Die Haare sind dabei vor allem Transportmittel für das, worauf du reagierst: Eiweiße aus dem Speichel, den Talgdrüsen, der Haut und der Tränenflüssigkeit der Katze.

Laut Allergieinformationsdienst sind bisher 19 Katzenallergene bekannt. Für die meisten Sensibilisierungen ist ein einziges verantwortlich: das Eiweiß Fel d 1. Es kommt bei praktisch allen Katzenarten vor, sogar bei Löwen und Tigern.

Allergie gegen Katzenspeichel

Wenn sich deine Katze putzt, verteilt sie Speichel und damit Fel d 1 über ihr ganzes Fell. Getrocknet löst es sich mit Hautschuppen und Haaren und landet überall in der Wohnung. Deshalb reagieren viele Menschen besonders stark, wenn die Katze sie direkt ableckt. Die Haut kommt dann mit einer großen Menge Allergen auf einmal in Kontakt.

Warum Katzenallergen so hartnäckig ist

  • Es schwebt. Fel d 1 ist sehr leicht und bleibt lange in der Luft. Danach setzt es sich auf Möbeln, Böden, Wänden und Textilien ab.
  • Es reist mit. Über die Kleidung von Katzenhaltern kommt es in Schulen, Kindergärten, Büros, Hotelzimmer und Wohnungen, in denen nie eine Katze gelebt hat. Das beschreibt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB).
  • Es bleibt lange. Nachdem eine Katze ausgezogen ist, kann das Allergen laut DAAB noch Monate und Jahre in der Wohnung nachweisbar sein.

Warum die Allergie manchmal erst spät kommt

Eine Allergie entsteht nicht beim ersten Kontakt. Dein Immunsystem wird erst nach und nach empfindlich und bildet Antikörper. Erst wenn es so weit ist, bekommst du Beschwerden. Das kann in jedem Alter passieren, auch nach vielen Jahren mit Katzen ohne Probleme. Eine Veranlagung zu Allergien ist oft erblich. Hast du schon Heuschnupfen, eine Hausstaubmilbenallergie oder Neurodermitis, ist das Risiko höher. Auch mehr Allergen im Alltag spielt eine Rolle, etwa eine zweite Katze, eine kleinere Wohnung oder eine Katze, die jetzt im Schlafzimmer schläft.

Katzenallergie testen: beim Hausarzt oder Allergologen

Erste Anlaufstelle ist deine Hausarztpraxis. Erzähl genau, wann und wo deine Beschwerden auftreten. Allergiesymptome haben viele mögliche Ursachen, zum Beispiel Hausstaubmilben, Pollen oder Schimmel. Deshalb lohnt sich ein Test, bevor du über die Zukunft deiner Katze entscheidest.

  • Bluttest. Im Blut wird nach Antikörpern (IgE) gegen Katzenallergene gesucht. Das kann dein Hausarzt veranlassen. Eine genauere Untersuchung auf einzelne Allergene wie Fel d 1 nennt man Komponentendiagnostik.
  • Pricktest. Ein Tropfen Allergenlösung kommt auf deinen Unterarm, die Haut wird darunter leicht angeritzt. Nach etwa einer Viertelstunde zeigt sich, ob eine juckende Quaddel entsteht. Den Test machen meist Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Allergologie, oft in HNO-, Haut- oder Lungenarztpraxen.
  • Provokationstest. Ist das Bild unklar, wird das Allergen unter ärztlicher Aufsicht auf die Nasenschleimhaut oder die Bindehaut des Auges gegeben.

Ein positiver Test zeigt, dass dein Körper Antikörper bildet. Ob du davon auch Beschwerden hast, beurteilt der Arzt zusammen mit deiner Vorgeschichte.

Die Katze ein paar Tage bei Freunden unterzubringen, um zu sehen, ob es besser wird, taugt als Test wenig. Das Allergen bleibt auf dem Sofa, in den Vorhängen und im Hausstaub zurück.

Katzenallergie behandeln: was hilft

Ärzte gehen in einer festen Reihenfolge vor. An erster Stelle steht, den Kontakt mit dem Allergen zu verringern. Reicht das nicht, kommen Medikamente dazu. Wie du die Medikamente einnimmst, sagt dir die Packungsbeilage, dein Apotheker oder dein Arzt.

Antihistaminika

Antihistaminika wie Cetirizin oder Loratadin gibt es als Tabletten rezeptfrei in der Apotheke. Sie helfen gegen Niesen, Juckreiz in der Nase und tränende Augen. Manche Menschen werden davon müde, achte darauf, wenn du Auto fährst. Wenn du weißt, dass du jemanden mit Katze besuchst, frag in der Apotheke, ob du vorher eine nehmen kannst. Hast du Asthma, sprich die Behandlung mit deinem Arzt ab.

Nasenspray und Augentropfen

  • Kortisonhaltiges Nasenspray. Hilft vor allem bei einer dauerhaft verstopften Nase. Es wirkt erst nach einigen Tagen und muss regelmäßig genommen werden. Lass dich beim Arzt oder in der Apotheke beraten, welches für dich passt.
  • Nasenspray oder Augentropfen mit Antihistaminikum. Wirken schnell gegen Juckreiz und können bei Bedarf genommen werden.
  • Nasendusche mit Salzlösung. Spült Allergen aus der Nase und kann zusätzlich zu den Medikamenten helfen.

Vorsicht mit abschwellenden Nasensprays aus dem Erkältungsregal. Die sind nur für wenige Tage gedacht. Nimmst du sie länger, gewöhnt sich die Nasenschleimhaut daran und schwillt erst recht zu.

Bei Hautausschlag können kortisonhaltige Salben helfen, die dir der Arzt verschreibt oder empfiehlt. Bei Asthma bekommst du ein passendes Spray vom Arzt.

Hyposensibilisierung

Bei der Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) bekommt dein Körper regelmäßig kleine Mengen Katzenallergen, als Spritze oder als Tropfen unter die Zunge. Ziel ist, dass dein Immunsystem weniger heftig reagiert. Laut gesundheitsinformation.de dauert die Behandlung mindestens drei bis fünf Jahre.

Bei Katzenallergie ist das weniger gut untersucht als bei Pollen oder Hausstaubmilben. Einige Studien deuten darauf hin, dass sie wirkt, eine Garantie gibt es nicht. Für Katzenallergene gibt es in Deutschland keine zugelassenen Therapieallergene, behandelt wird mit nicht zugelassenen Präparaten. Außerdem gibt es Hinweise, dass ernstere Nebenwirkungen häufiger vorkommen als bei anderen Allergenen. Der DAAB schreibt deshalb, dass sie bei Tierallergien seltener eingesetzt wird.

Infrage kommt sie vor allem bei starken Beschwerden, wenn du den Kontakt nicht vermeiden kannst, zum Beispiel im Beruf. Ob sie für dich sinnvoll ist, auch mit einer Katze im eigenen Haushalt, klärst du mit einem Allergologen.

Kann man eine Katzenallergie heilen?

Meistens nicht. Medikamente lindern die Beschwerden, solange du sie nimmst. Die Hyposensibilisierung ist die einzige Behandlung, die an der Reaktion deines Immunsystems selbst ansetzt, und auch sie hilft nicht jedem. Sei deshalb vorsichtig mit Mitteln, die versprechen, dass deine Allergie verschwindet.

Mit Katze leben trotz Allergie

Das ist die Frage, um die es den meisten geht. Die ehrliche Antwort hängt davon ab, wie stark deine Beschwerden sind.

Hast du Asthma oder wirst du durch deine Katze kurzatmig? Dann ist der wichtigste Schritt, den Kontakt zu meiden. Der Allergieinformationsdienst schreibt, dass im Zweifel das Tier abgegeben werden muss, damit aus dem Schnupfen kein Asthma wird oder ein Asthma nicht schlimmer wird. Das ist eine harte Nachricht, wenn deine Katze schon bei dir lebt. Besprich mit deinem Arzt, was in deiner Lage vernünftig ist.

Hast du nur leichte Beschwerden an Nase oder Augen? Dann schaffen es manche Menschen, mit Medikamenten und einer Wohnung, die möglichst wenig Allergen festhält, mit ihrer Katze zu leben. Diese Maßnahmen empfehlen DAAB und Allergieinformationsdienst:

  1. Halte das Schlafzimmer katzenfrei. Immer, auch tagsüber. Dort verbringst du die meiste Zeit. Zieh Kleidung mit Katzenhaaren außerhalb des Schlafzimmers aus.
  2. Halte die Katze von Polstermöbeln fern oder leg waschbare Decken darauf, die du oft wäschst. Das gilt auch für Katzenkorb und Kuscheldecken.
  3. Glatte Böden und feucht wischen. Teppiche und andere Staubfänger halten viel Allergen fest. Feuchtes Wischen verhindert, dass der Staub aufgewirbelt wird.
  4. Staubsauge oft und mit HEPA-Filter. Ein Staubsauger ohne guten Filter bläst den feinen Staub wieder in den Raum.
  5. Wasch dir nach dem Streicheln die Hände und fass dir vorher nicht ins Gesicht. Lass dich möglichst nicht ablecken.
  6. Lass jemand anderen die Katze bürsten, am besten draußen oder auf dem Balkon.
  7. Wisch die Katze mit einem feuchten Tuch ab. Das kann laut DAAB die Menge an Allergen senken, die sie abgibt. Baden stresst die meisten Katzen, das feuchte Tuch ist die sanftere Variante.
  8. Lüfte jeden Tag.

Es gibt außerdem Katzenfutter, das die Menge an aktivem Fel d 1 im Fell senken soll (Purina Pro Plan LiveClear). Laut Purina sinkt der Wert bei Katzen nach einigen Wochen im Schnitt um knapp die Hälfte. Ob Allergiker dadurch weniger Beschwerden haben, wurde in dieser Studie nicht gemessen. Sieh es höchstens als Ergänzung zu den Maßnahmen oben.

Hilft ein Luftreiniger bei Katzenallergie?

Ein Luftreiniger mit echtem HEPA-Filter holt Katzenallergen aus der Luft, und sowohl der DAAB als auch der Allergieinformationsdienst nennen ihn als mögliche Maßnahme. Ob du dich dadurch besser fühlst, ist weniger klar. In einer Studie mit Katzenallergikern, die mit ihrer Katze lebten, senkte ein HEPA-Gerät im Schlafzimmer zwar das schwebende Allergen, an den Beschwerden änderte sich aber nichts Messbares. Eine Cochrane-Übersicht fand zu wenig Forschung, um Luftfilter bei Tierallergie zu empfehlen oder davon abzuraten.

Willst du es versuchen, achte auf diese Punkte:

  • Ein echter HEPA-Filter (Klasse H13 oder H14), keine Formulierung wie "HEPA-ähnlich".
  • Ein Gerät, das zur Raumgröße passt. Die Flächenangaben der Hersteller sind oft großzügig, nimm lieber eine Nummer größer.
  • Ein leiser Nachtmodus, wenn das Gerät im Schlafzimmer steht. Dort bringt es am meisten.
  • Kein Ionisator oder Ozongenerator. Die können die Atemwege zusätzlich reizen.

Sieh den Luftreiniger als Zusatz zum katzenfreien Schlafzimmer und zum gründlichen Putzen.

Eine Katze anschaffen, wenn du allergisch bist

Weißt du schon, dass du auf Katzen allergisch bist, raten Allergologen von einer Katze ab. Der Allergieinformationsdienst rät auch davon ab, sich als Ersatz ein anderes Tier anzuschaffen, auf das bisher niemand im Haushalt reagiert. Möchtest du es trotzdem versuchen, sprich vorher mit deinem Arzt und besuche die Katze, die du nehmen möchtest, mehrmals und für längere Zeit. So merkst du, wie du auf genau dieses Tier reagierst.

Wenn du dich von deiner Katze trennen musst

Manchmal geht es nicht anders. Bekommst du die Beschwerden nicht in den Griff oder wirst du kurzatmig, kann ein neues Zuhause für deine Katze die beste Lösung sein. Das ist eine sehr schwere Entscheidung. Es hilft, einen guten Platz zu finden, bei Familie, Freunden oder über ein Tierheim, das vermittelt.

Rechne damit, dass deine Beschwerden nicht sofort verschwinden. Das Allergen bleibt lange in der Wohnung. Wisch Böden, Möbel und Wände feucht ab, wasch Vorhänge, Kissenbezüge und Decken und lass Polstermöbel und Teppiche gründlich reinigen.

Hypoallergene Katzen: was dran ist

Eine Katze ohne Allergene gibt es nicht. Jede Katze bildet Fel d 1, egal ob Langhaar, Kurzhaar oder ganz ohne Fell. Der Allergieinformationsdienst schreibt, dass die Rasse keine Rolle spielt und es keine allergenfreie Katzenrasse gibt.

Trotzdem werden immer wieder bestimmte Rassen für Allergiker empfohlen:

  • Sibirische Katze: Bei ihr gibt es als einzige Rasse etwas Forschung. Italienische Forscher fanden Veränderungen in den Genen, die Fel d 1 bilden. Ob diese Katzen deshalb weniger Beschwerden auslösen, ist nicht belegt. Viele Messwerte stammen von Züchtern.
  • Balinese, Russisch Blau: Gelten als allergikerfreundlich. Veröffentlichte Messungen dazu haben wir nicht gefunden.
  • Devon Rex, Cornish Rex: Verlieren wenig Haare, bilden aber ganz normal Fel d 1.
  • Sphynx: Kein Fell, also weniger Haare in der Wohnung. Das Allergen sitzt dann auf der Haut.

Viel größer als der Unterschied zwischen Rassen ist der Unterschied zwischen einzelnen Katzen. Laut Allergieinformationsdienst schwankt die Allergenmenge stark von Tier zu Tier. Mehrere Studien zeigen, dass unkastrierte Kater mehr Allergen bilden als kastrierte Kater und Kätzinnen. Bist du leicht allergisch, ist eine Kätzin oder ein kastrierter Kater also die bessere Wahl. Eine Garantie ist auch das nicht.

Maine Coon und Allergie

Die Maine Coon ist keine Katze für Allergiker. Sie bildet Fel d 1 wie jede andere Katze, und mit ihrem großen, dichten Fell verliert sie viele Haare, die das Allergen in der ganzen Wohnung verteilen. Es gibt Allergiker, die mit einer Maine Coon gut zurechtkommen, aber das liegt an der einzelnen Katze und an der Stärke ihrer Allergie. Teste vorher, wie du auf das Tier reagierst. Mehr über Charakter, Fellpflege und Haltung liest du in unserem Porträt der Maine Coon Katze.

Allergisch auf die Katze, oder ist die Katze allergisch?

Dieser Artikel geht um Menschen, die auf Katzen allergisch sind. Auch Katzen selbst können Allergien haben, zum Beispiel gegen Flohspeichel, bestimmte Futterbestandteile oder Katzenstreu. Sie kratzen sich dann kahle Stellen, bekommen Krusten oder Magen-Darm-Probleme. Erkennst du das bei deiner Katze, sprich mit deinem Tierarzt.

Häufige Fragen

Wie zeigt sich eine Katzenallergie?

Meist wie ein Heuschnupfen ohne Jahreszeit: Niesen, laufende oder verstopfte Nase, juckende und tränende Augen. Dazu können Husten, Atemnot und auf der Haut Rötungen oder Quaddeln kommen. Die Beschwerden beginnen oft kurz nach dem Kontakt mit einer Katze oder in einer Wohnung, in der eine Katze lebt.

Kann eine Katzenallergie Husten auslösen?

Ja. Ein trockener Reizhusten oder Kratzen im Hals gehören zu den häufigen Beschwerden. Kommen pfeifender Atem oder Atemnot dazu, kann das allergisches Asthma sein. Dann solltest du zum Arzt gehen.

Was ist die Ursache einer Katzenallergie?

Dein Immunsystem reagiert auf Eiweiße aus Speichel, Talgdrüsen und Haut der Katze. Das wichtigste heißt Fel d 1. Die Haare tragen das Allergen nur weiter. Eine Veranlagung zu Allergien ist oft erblich, und eine Katzenallergie kann in jedem Alter beginnen.

Kann ich eine Katzenallergie beim Hausarzt testen lassen?

Ja. Dein Hausarzt kann einen Bluttest auf Antikörper gegen Katzenallergene veranlassen. Für einen Pricktest auf der Haut überweist er dich oft an einen Allergologen. Ist das Ergebnis unklar, ist auch ein Provokationstest unter ärztlicher Aufsicht möglich.

Kann man auf Katzenspeichel allergisch sein?

Ja, der Speichel ist sogar eine der wichtigsten Quellen. Beim Putzen verteilt die Katze Fel d 1 aus ihrem Speichel über das Fell. Wenn sie dich ableckt, kann die Haut rot werden, jucken oder Quaddeln bilden.

Wie kann man eine Katzenallergie behandeln?

An erster Stelle steht weniger Kontakt mit dem Allergen. Gegen die Beschwerden helfen Antihistaminika als Tabletten, Nasenspray oder Augentropfen sowie kortisonhaltiges Nasenspray. Eine Hyposensibilisierung über mindestens drei bis fünf Jahre kann die Allergie abschwächen, wirkt aber nicht bei jedem.

Hilft ein Luftreiniger gegen Katzenallergie?

Ein Gerät mit HEPA-Filter senkt die Menge an Katzenallergen in der Luft. Dass Allergiker dadurch weniger Beschwerden haben, ist in Studien bisher nicht klar gezeigt. Am meisten bringt er im Schlafzimmer, zusammen mit gründlichem Putzen.

Ist die Maine Coon für Allergiker geeignet?

Eher nicht. Die Maine Coon bildet Fel d 1 wie jede Katze und verliert durch ihr dichtes Fell viele Haare. Manche Allergiker vertragen eine bestimmte Maine Coon trotzdem. Teste das vor dem Kauf mit mehreren längeren Besuchen.

Wie lange bleibt Katzenallergen in der Wohnung?

Sehr lange. Laut DAAB kann es noch Monate und Jahre nach dem Auszug einer Katze in der Luft und im Hausstaub sein. Feuchtes Wischen von Böden, Möbeln und Wänden und das Waschen aller Textilien hilft, es schneller loszuwerden.

Mehr zu Pflege und Hygiene

Auf der Suche nach etwas Schönem für deine Katze?