Kratzbaum kaufen: Worauf es ankommt und 5 stabile Modelle für normale und große Katzen

Kratzbaum kaufen: Worauf es ankommt und 5 stabile Modelle für normale und große Katzen
In diesem Artikel
  1. Gibt es einen Kratzbaum-Testsieger?
  2. Warum kratzt deine Katze überhaupt?
  3. Worauf du beim Kratzbaum-Kauf achten solltest
  4. Kratzbaum für große Katzen und Maine Coon
  5. Kratzbaum deckenhoch: Was ein Deckenspanner kann und was nicht
  6. Die besten Kratzbäume und Kratzsäulen
  7. Die Modelle im Vergleich
  8. Ist Feandrea eine gute Marke?
  9. Welcher Kratzbaum passt zu deiner Katze?
  10. Wo sollte der Kratzbaum stehen?
  11. So gewöhnst du deine Katze an den Kratzbaum
  12. Dein Kratzbaum wackelt? Das kannst du tun
  13. Pflege: Wie lange hält ein Kratzbaum?
  14. Häufige Fragen

Ein guter Kratzbaum ist hoch genug, dass sich deine Katze beim Kratzen ganz ausstrecken kann (rechne mit 80 bis 90 cm durchgehendem Sisal), er steht fest, wenn sie mit Anlauf hochspringt, und er ist mit Sisal umwickelt. Für eine normal große Katze reicht oft schon eine einfache, hohe Kratzsäule wie die Petrebels Maine 90. Für große und schwere Katzen wie die Maine Coon zählen vor allem dicke Stämme ab 12 cm, eine schwere Bodenplatte und Liegeflächen, auf die so eine Katze wirklich passt. Und weil viele Katzen auch gern am Boden kratzen, gehört eine flache Kratzpappe fast immer dazu.

Dieser Artikel enthält Partnerlinks Was heißt das?

Katdootje erhält eine kleine Provision, wenn du über einen Link in diesem Artikel kaufst. Für dich entstehen keine Mehrkosten, und es beeinflusst nicht unsere Empfehlungen. Als Amazon-Partner verdient Katdootje an qualifizierten Verkäufen.

Kurz gesagt

Gibt es einen Kratzbaum-Testsieger?

Soweit wir das prüfen konnten, nein. Stand Oktober 2026 haben weder Stiftung Warentest noch Öko-Test Kratzbäume getestet. Wenn eine Vergleichsseite einen „Kratzbaum Testsieger“ kürt, steckt dahinter meist eine Liste der meistverkauften Modelle bei Amazon. Einige dieser Seiten schreiben das sogar selbst ins Kleingedruckte.

Auch wir haben die Kratzbäume in diesem Artikel nicht selbst getestet. Unsere Auswahl beruht auf den Angaben der Hersteller, auf Empfehlungen von Tierschutzorganisationen und auf dem, was Halterinnen und Halter nach Wochen und Monaten bei Amazon.de berichten.

Warum kratzt deine Katze überhaupt?

Kratzen ist kein schlechtes Benehmen. Deine Katze löst dabei die alte äußere Hülle ihrer Krallen, dehnt Rücken und Schultern und hinterlässt über Drüsen zwischen den Zehen ihren Geruch. Die Kratzspuren selbst sind ebenfalls eine Botschaft. Darum kratzt eine Katze gern an auffälligen Stellen: an der Tür, neben ihrem Schlafplatz, an der Sofaecke mitten im Wohnzimmer.

Abgewöhnen lässt sich das nicht. Die Krallen entfernen zu lassen, ist in Deutschland nach § 6 des Tierschutzgesetzes verboten, darauf weist auch TASSO hin. Was funktioniert, ist eine Kratzstelle, die deine Katze besser findet als dein Sofa. TASSO zählt den Kratzbaum zur Grundausstattung und rät, im Haus genügend Kratzmöglichkeiten anzubieten. In der Schweiz schreibt die Tierschutzverordnung (Art. 80) sogar vor, dass Katzen Kletter- und Kratzgelegenheiten sowie erhöhte Ruheflächen haben sollen.

Worauf du beim Kratzbaum-Kauf achten solltest

Höhe: Deine Katze muss sich ganz ausstrecken können

Beim Kratzen stellt sich eine Katze auf die Hinterbeine und streckt sich lang. Der Deutsche Tierschutzbund rät deshalb zu einem Kratzbaum, an dem sich die Katze mit gestreckten Vorderbeinen in voller Höhe aufrichten kann. Die internationale Organisation International Cat Care sagt dasselbe. Messen ist einfach: Lock deine Katze mit einer Spielangel an einem Türrahmen nach oben und schau, wie weit ihre Pfoten reichen. Bei einer durchschnittlichen erwachsenen Katze landest du schnell bei 70 bis 90 cm, bei einer Maine Coon deutlich darüber.

Eine große Umfrage unter Katzenhaltern (Wilson und Kollegen, 2016, Journal of Feline Medicine and Surgery) ergab, dass Katzen aufrechte Kratzstämme häufiger nutzen, wenn sie höher als etwa 90 cm sind. Achte dabei auf das durchgehende Stück Sisal. Ein Kratzbaum von 1,60 Metern, bei dem alle 30 cm eine Plattform kommt, bietet weniger Kratzfläche zum Strecken als eine einzelne Säule von 90 cm.

Stabilität: Ein wackelnder Kratzbaum wird gemieden

Eine Katze stemmt sich beim Kratzen mit ihrem ganzen Gewicht gegen den Stamm. Gibt er nach, fühlt sich das unsicher an, und sie geht zurück zum Sofa, das stehen bleibt. Darauf kommt es an:

  • Breite, schwere Bodenplatte. Für eine Kratzsäule von 90 cm sind 40 x 40 cm die Untergrenze. Kratzbäume für große Katzen haben eher 55 bis 60 cm Kantenlänge und mehrere Zentimeter Dicke.
  • Eigengewicht. Ein Kratzbaum von 1,70 Metern, den du mit einer Hand anheben kannst, schaukelt, sobald deine Katze oben landet. Gute Modelle für große Katzen wiegen 20 Kilo und mehr.
  • Kippschutz. Bei den meisten Kratzbäumen liegt ein Gurt oder Winkel für die Wand bei. Nutze ihn, vor allem ab etwa 1,50 Metern Höhe.
  • Der Wackeltest. Drück zu Hause oben seitlich gegen den Stamm. Bewegt er sich mehr als ein paar Zentimeter, stell ihn in eine Ecke oder befestige ihn an der Wand.

Stammdicke: Für große Katzen mindestens 12 cm

Viele günstige Kratzbäume haben Stämme mit 7 bis 9 cm Durchmesser. Für eine leichte Katze reicht das. Eine schwere Katze biegt so einen Stamm durch, und große Pfoten finden wenig Halt. Für Katzen ab etwa 6 Kilo solltest du auf 12 cm oder mehr achten, besser 15 bis 20 cm. Spezielle Modelle für Maine Coons haben 12 bis 20 cm. Achte im Datenblatt auf den Durchmesser „Ø“ der Stämme, das Wort „XXL“ allein sagt darüber nichts.

Sisal, Pappe oder Teppich?

Das Material ist wichtiger als die Form. Jede Katze hat Vorlieben, und die erkennst du oft daran, was sie gerade kaputt macht.

  • Sisalseil ist der Standard. Es ist rau, hält lange und gibt Halt. In der Umfrage von Wilson bevorzugten Katzen bis neun Jahre am häufigsten Seil. Dass Sisal nach ein paar Monaten ausfranst, ist normal und stört Katzen nicht.
  • Sisalgewebe (die gewebten Matten auf Kratzbrettern) hat eine flache Struktur wie ein Sofabezug. Katzen, die an Polstermöbeln kratzen, mögen das oft.
  • Wellpappe ist günstig und gibt wenig Widerstand. Kitten und ältere Katzen kratzen gern darauf, viele legen sich auch hinein. Nachteil: Sie nutzt sich schnell ab und hinterlässt Schnipsel.
  • Teppich hat einen schlechten Ruf, weil die Katze dann angeblich auch den Teppichboden bearbeitet. Laut International Cat Care gibt es dafür keinen Beleg. Ältere Katzen über neun Jahre wählten in der Umfrage sogar häufiger Teppich als Seil.

Liegeflächen und Belastbarkeit

Eine Maine Coon liegt gern lang ausgestreckt. Die runden Mulden mit 35 bis 40 cm auf einem normalen Kratzbaum sind dann zu klein, die Katze hängt halb heraus oder nutzt sie gar nicht. Für große Katzen sind Liegeflächen ab 50 cm angenehmer. Schau auch auf die Belastbarkeit pro Ebene. Manche Kratzbäume, die als „Kratzbaum für große Katzen“ verkauft werden, sind laut Hersteller nur mit 5 Kilo pro Ebene belastbar. Ein Maine-Coon-Kater, der mit Schwung darauf springt, liegt weit darüber.

Kratzbaum, Kratzsäule oder Kratzbrett?

Ein Kratzbaum bietet zusätzlich Aussicht, Schlafplätze und etwas zum Klettern. Das ist gut für Wohnungskatzen und junge, aktive Tiere. Wer vor allem eine Stelle zum Kratzen braucht, ist mit einer Kratzsäule oft besser bedient: längeres Kratzstück, weniger Platz, weniger Geld. Und schau, wo deine Katze jetzt kratzt. An der Armlehne oder am Türrahmen sucht sie eine senkrechte Fläche, am Teppich oder an der Fußmatte eine waagerechte. In der Umfrage von Wilson kratzten Katzen weniger an Möbeln, je mehr verschiedene Kratzstellen es im Haushalt gab. Eine hohe Säule oder ein Kratzbaum plus eine flache Kratzpappe sind deshalb eine gute Grundausstattung.

Kratzbaum für große Katzen und Maine Coon

Eine durchschnittliche Hauskatze wiegt rund 4 Kilo. Ein Maine-Coon-Kater wiegt meist 6 bis 9 Kilo, eine kräftige Norwegische Waldkatze oder Ragdoll liegt nicht weit darunter. So eine Katze zieht stärker am Stamm, landet härter auf den Plattformen und braucht mehr Platz zum Liegen. Für sie gilt alles von oben, nur strenger:

  • Stämme ab 12 cm, bei Katern über 7 Kilo besser 15 bis 20 cm.
  • Bodenplatte um 60 x 60 cm und ein Eigengewicht von 20 Kilo oder mehr.
  • Liegeflächen ab 50 cm und eine angegebene Belastbarkeit, die klar über dem Gewicht deiner Katze liegt.
  • Lieber niedrig und massiv als hoch und leicht. Eine Säule von einem Meter mit 20 cm Stamm kippt praktisch nicht. Ein 1,80 Meter hoher Baum mit dünnen Stämmen schon.
  • Ersatzteile. Der Lieblingsstamm ist irgendwann durchgekratzt. Bei Herstellern wie Petrebels oder HAPPYPET kannst du einzelne Stämme nachbestellen, bei vielen Billigmodellen nicht.

Kaufst du für ein Maine-Coon-Kitten, plane gleich für die erwachsene Größe. Die Rasse ist erst mit etwa drei Jahren ausgewachsen.

Kratzbaum deckenhoch: Was ein Deckenspanner kann und was nicht

Ein deckenhoher Kratzbaum wird zwischen Boden und Decke verspannt. Das macht ihn auch bei 2,50 Metern Höhe stabil, ohne dass du in die Wand bohren musst. Für Mietwohnungen ist das ein echter Vorteil. Ein paar Dinge solltest du vorher wissen:

  • Raumhöhe messen. Jeder Deckenspanner hat einen Verstellbereich, beim HAPPYPET Leonardo zum Beispiel 250 bis 275 cm. In einem Altbau mit drei Metern und mehr reicht das bei vielen Modellen nicht.
  • Die Decke muss den Druck aushalten. Der Spanner drückt gegen die Decke. An einer Dachschräge oder einer abgehängten Decke aus Gipskarton fehlt ihm der Halt.
  • Der Spanner ersetzt keine schwere Basis. Er verhindert das Kippen, aber dünne Stämme bleiben dünne Stämme. Achte auch hier auf Stammdicke und Bodenplatte.
  • Nachspannen. Halter berichten, dass sich ein Deckenspanner in den ersten Tagen lockern kann. Ein Käufer eines RHR Maine Coon Tower schrieb, dass sich der Spanner schon am zweiten Tag gelöst hatte. Eine Käuferin des HAPPYPET Leonardo musste mehrmals ausrichten und nachziehen, danach stand er „wie ein Baum“. Kontrolliere den Spanner in den ersten Wochen regelmäßig.

Die besten Kratzbäume und Kratzsäulen

Alle fünf waren am 24. Oktober 2026 bei Amazon.de auf Lager, geprüft mit einer Lieferadresse in Berlin. Was Halter berichten, stammt aus den Kundenbewertungen bei Amazon.de, zum großen Teil aus Deutschland.

Was Halter berichten. Die Säule hat bei Amazon.de 4,7 von 5 Sternen aus fast 900 Bewertungen. In einem Haushalt mit drei Europäisch Kurzhaar können sich die Katzen daran endlich richtig lang machen, 90 cm seien eigentlich das Minimum. Nach etwa einem Jahr löste sich dort das Sisal. Für drei Katzen fand die Person das in Ordnung, die zweite Säule ist schon bestellt. Ein Haushalt mit fünf Katzen kauft sie aus demselben Grund zum zweiten Mal, die erste hielt rund ein Jahr. In einer Bewertung klettert ein 5-Kilo-Kater bis ganz nach oben, bemängelt wird dort aber, dass man den Stamm nicht umdrehen kann, wenn die obere Hälfte zerkratzt ist. Eine andere Bewertung erwähnt ehrlich, dass die Säule in zwei Jahren einmal umgefallen ist. Wer eine kräftige Katze hat, stellt sie also besser an eine Wand.

Was Halter berichten. 4,7 von 5 Sternen aus knapp 2.000 Bewertungen. Jemand mit einem Maine-Coon-Kater von 7 Kilo, der noch wächst, lobt die Stabilität und die zwei großen Liegemulden. In einem anderen Haushalt stehen inzwischen zwei dieser Bäume im Wohnzimmer, weil die drei Katzen sie so mögen. Auch dort taucht aber eine Kritik auf, die öfter vorkommt: Weil Höhle und obere Platte gleich groß sind, nimmt die ältere Katze den Umweg über die Fensterbank. Ein Käufer, der den Baum seit einem halben Jahr nutzt, findet ihn auch ohne Wandbefestigung sehr stabil, gibt aber einen Stern Abzug, weil sich erwachsene Katzen daran nicht ganz ausstrecken können. Die unteren Säulen sind zu kurz und die oberen vom Boden aus nicht erreichbar. Unser Tipp: Stell eine hohe Kratzsäule daneben. Mehrere Käufer freuen sich übrigens über den Karton, auf dem Linien zum Ausschneiden eines Katzenhauses vorgedruckt sind.

Was Halter berichten. 4,5 von 5 Sternen aus knapp 190 Bewertungen, viele davon schon einige Jahre alt. In einem Haushalt mit zwei großen, schweren Maine Coons hat jeder Kratzbaum davor nach Wochen oder Monaten aufgegeben. An diesem tobt sich der 8-Kilo-Kater aus, und die Säule bewegt sich keinen Zentimeter. Die Katzen schliefen gleich in der ersten Nacht oben im Bett, was dort sonst Wochen dauert. Eine andere Bewertung freut sich, dass der große Kater endlich nicht mehr eingeengt liegt. Kritikpunkte: In einer Bewertung gibt es einen Stern Abzug, weil die Säule anfangs stark nach Chemie oder Kleber roch. Nach einiger Zeit war der Geruch weg. Eine andere Lieferung kam in zwei Paketen, zuerst nur der Stamm. Das Spielseil an der Seite ignorieren mehrere Katzen.

Was Halter berichten. 4,6 von 5 Sternen aus gut 190 Bewertungen, fast alle aus Deutschland. Eine Halterin von zwei Katzen mit 4,5 und 5,5 Kilo schreibt, dass nichts wackelt und die Liegebretter Sprünge ohne Zucken aushalten. Sie fand allerdings eine Klammer, die an einem Stamm herausstand, und hat sich beim Aufbau daran gezwickt. Außerdem musste sie den Deckenspanner sehr lange drehen. Eine andere Käuferin baute ihn in einer halben Stunde auf und warnt: Solange der nächste Stamm noch nicht verschraubt ist, kippen die Ebenen, wenn eine Katze sich draufsetzt. Eine dritte Hand hilft. Ein Halter von drei Katzen lobt Stoff und Sisal und erwähnt, dass der Plüsch anfangs etwas fusselt.

Was Halter berichten. Eine der meistbewerteten Kratzpappen auf Amazon.de: 4,5 von 5 Sternen aus über 15.000 Bewertungen. Mehrere Halter schreiben, dass ihre Katze erst nach dem Einstreuen der Katzenminze richtig Interesse zeigte, andere Katzen legten auch ohne gleich los. Ein Kitten nutzt sie zum Kratzen und zum Schlafen. Bei der Haltbarkeit gehen die Erfahrungen auseinander. Eine belgische Halterin von drei Katzen kommt im Schnitt auf zwei bis drei Monate, eine deutsche Bewertung vergibt drei Sterne, weil sich schnell Pappfetzen lösen. Eine weitere Bewertung meint, dass sie eher für kleine bis mittelgroße Katzen passt. Für eine Maine Coon lohnt sich ein größeres Kratzbrett.

Die Modelle im Vergleich

Modell Typ Höhe Stamm-Ø Bodenplatte Gewicht Liegefläche Am besten für
Petrebels Maine 90 Kratzsäule 90 cm (Sisal 86 cm) 9 cm 40 x 40 cm ca. 3,5 kg keine Katzen, die vor allem kratzen
Feandrea PCT003W01 Kratzbaum, 3 Ebenen 160 cm 11,1 cm 50 x 50 cm 22,6 kg 2 Mulden Ø 40 cm, Höhle, Plattform 50 x 30 cm Kletternde Katzen bei kleinem Budget
RHRQuality Chartreux Blackline Kratzsäule mit Liegefläche ca. 100 cm (Sisal 80 cm) 20 cm 60 x 60 x 4 cm ca. 23 kg Ø 60 cm mit Rand Schwere Katzen, Maine Coon
HAPPYPET Leonardo Kratzbaum deckenhoch 250 bis 275 cm 18 cm 57 x 57 x 4 cm 28 kg Mulden Ø 45 cm, bis 20 kg belastbar Große Kletterer, Mietwohnung ohne Bohren
Trixie Wild Cat Kratzpappe 7 cm entfällt 41 x 24 cm 370 g dient selbst als Liegeplatz Bodenkratzer, Kitten, Senioren

Angaben von den Produktseiten bei Amazon.de und von den Herstellern, geprüft im Oktober 2026.

Ist Feandrea eine gute Marke?

Feandrea ist die Tiermarke von Songmics Home, dem Unternehmen hinter der Möbelmarke Vasagle. Die Kratzbäume erkennst du an Modellnummern, die mit PCT beginnen. Die Beliebtheit ist verdient: Für relativ wenig Geld bekommst du viele Ebenen, Höhlen und Mulden, der Aufbau ist einfach, und ein Kippschutz liegt bei. Ehrlich gesagt sind es aber Kratzbäume aus Spanplatte, und die Stammdicke unterscheidet sich stark von Modell zu Modell. Schau deshalb bei jedem Feandrea-Kratzbaum auf den Durchmesser der Stämme und auf die Größe der Mulden. Für eine schwere Katze nimmst du eines der Modelle mit 11 cm dicken Stämmen, wie das oben empfohlene, oder gleich einen Kratzbaum mit 18 bis 20 cm. Achte auch darauf, wer verkauft. Den bekannten Feandrea-Kratzbaum mit Hängematte (PCT86) gab es im Oktober 2026 bei Amazon.de teils nur noch über einen Verkäufer aus Großbritannien.

Welcher Kratzbaum passt zu deiner Katze?

  • Ein Kitten: Fang mit einer flachen Kratzpappe und einer niedrigen, stabilen Säule an. International Cat Care nennt waagerechte und schräge Kratzpappen für Kitten geeignet, weil sie wenig Widerstand geben. Kauf in den nächsten Monaten etwas Höheres dazu.
  • Eine erwachsene Katze, die vor allem kratzt: eine Kratzsäule von rund 90 cm mit Sisal, zum Beispiel die Petrebels Maine 90.
  • Eine junge, aktive Wohnungskatze: ein Kratzbaum mit mehreren Ebenen zum Klettern und Ausschauhalten, befestigt an der Wand. Dazu eine hohe Säule zum Strecken.
  • Eine Maine Coon, Norwegische Waldkatze oder Ragdoll: dicke Stämme ab 12 cm, eine schwere Bodenplatte und Liegeflächen ab 50 cm. Kompakt mit der RHRQuality Chartreux, zum Klettern mit dem HAPPYPET Leonardo.
  • Eine ältere Katze: niedrige, breite Kratzstellen und eine Kratzpappe am Boden, Ebenen mit kleinen Abständen. Ältere Katzen kratzen weniger, behalte also auch ihre Krallen im Blick.
  • Mehrere Katzen: International Cat Care empfiehlt eine Kratzstelle pro Katze plus eine zusätzliche, verteilt auf verschiedene Räume. Ein Kratzbaum sollte mehr Liegeplätze haben, als du Katzen hast.
  • Eine kleine Wohnung: Eine Kratzsäule braucht 40 x 40 cm, ein Kratzbrett hängt an der Wand. Und wer klettern will, kommt mit einem deckenhohen Kratzbaum auf wenig Grundfläche weit nach oben.

Wo sollte der Kratzbaum stehen?

„Der Standort ist wichtiger als das Design“, schreibt TASSO. Eine Katze kratzt, um gesehen zu werden und ihren Geruch zu hinterlassen. Ein Kratzbaum im Gästezimmer bleibt deshalb meist unbenutzt. Gute Plätze, nach den Empfehlungen von International Cat Care und der Umfrage von Wilson:

  • Neben dem Schlafplatz. Katzen strecken sich und kratzen direkt nach dem Aufwachen.
  • Genau dort, wo sie jetzt kratzt. Kratzt deine Katze jeden Abend an der Sofalehne, stell den Kratzbaum direkt daneben.
  • Im Wohnzimmer, wo ihr die meiste Zeit verbringt.
  • Am Fenster. Ein hoher Platz mit Aussicht macht einen Kratzbaum für Wohnungskatzen doppelt wertvoll.
  • An der Wohnungstür oder Katzenklappe. Dort will eine Katze zeigen, dass dies ihr Revier ist.

So gewöhnst du deine Katze an den Kratzbaum

Die meisten Katzen brauchen ein paar Tage bis ein paar Wochen. Diese Schritte funktionieren zusammen am besten:

  1. Mach das Sofa vorübergehend unattraktiv. Leg eine dicke Decke über die Stelle oder kleb doppelseitiges Klebeband darauf. TASSO schlägt auch Alufolie oder eine Rettungsdecke vor, weil die meisten Katzen das Knistern nicht mögen.
  2. Stell den Kratzbaum direkt daneben. So kratzt deine Katze weiter an ihrem Lieblingsplatz, nur an etwas anderem.
  3. Mach ihn interessant. Spiel mit einer Federangel am Fuß des Stamms, damit deine Katze von selbst hineinkrallt. Reib etwas Katzenminze ins Sisal. Nicht jede Katze reagiert darauf, probier es einfach aus.
  4. Belohne sofort. Kratzt deine Katze am Kratzbaum, gib ihr ein Leckerli oder streichle sie. In der Umfrage von Wilson half Belohnen, Bestrafen dagegen nicht.
  5. Verschiebe ihn danach langsam. Nutzt deine Katze den Kratzbaum ein paar Wochen zuverlässig, kannst du ihn in kleinen Schritten an einen Platz schieben, der dir besser passt.

Was du lassen solltest: deine Katze hochnehmen und ihre Pfoten über den Stamm führen. Das erschreckt sie. Schimpfen oder Wasser spritzen wirkt ebenfalls nicht, deine Katze kratzt dann heimlich, wenn du nicht da bist. Kratzt sie an vielen Stellen gleichzeitig, vor allem an Türen und Fenstern, kann Stress dahinterstecken. Dann frag deine Tierärztin oder deinen Tierarzt um Rat.

Dein Kratzbaum wackelt? Das kannst du tun

  • Schrauben nachziehen. Durch das Kratzen lockern sich die Verbindungen zwischen Stamm und Plattform mit der Zeit. Zieh sie alle paar Wochen nach.
  • In eine Ecke stellen. Zwei Wände geben mehr Halt als freier Raum.
  • Kippschutz montieren. Schraub den Gurt oder Winkel aus dem Lieferumfang an die Wand.
  • Untergrund prüfen. Auf einem dicken, weichen Teppich schaukelt eine Bodenplatte leichter als auf hartem Boden.
  • Deckenspanner nachdrehen, falls dein Kratzbaum einen hat.
  • Hilft das alles nicht, ist der Kratzbaum zu leicht oder zu dünn für deine Katze. Dann lohnt sich ein Modell mit dickeren Stämmen und schwererer Basis mehr als jede Bastelei.

Pflege: Wie lange hält ein Kratzbaum?

Ausgefranstes Sisal ist kein Grund für einen neuen Kratzbaum. Katzen mögen einen rauen, benutzten Stamm, der nach ihnen riecht. Ersetze Sisal oder Stamm erst, wenn das Seil lose hängt, kahle Stellen entstehen oder der Stamm wackelt. Bei Marken mit Ersatzteilen bestellst du einfach einen neuen Stamm. Du kannst einen Stamm auch selbst neu mit Sisalseil umwickeln, Anfang und Ende werden dabei festgetackert. Sauge Haare und Sisalfasern regelmäßig ab und wasch abnehmbare Kissen nach Herstellerangabe. Eine Kratzpappe ist ein Verbrauchsartikel: Rechne mit einigen Monaten, je nachdem, wie eifrig deine Katze ist.

Häufige Fragen

Welcher Kratzbaum ist der beste?

Für die meisten Katzen eine stabile Säule von rund 90 cm mit Sisal und breiter Bodenplatte, zum Beispiel die Petrebels Maine 90. Will deine Katze auch klettern und liegen, ist der Feandrea PCT003W01 mit 11 cm dicken Stämmen eine günstige Wahl. Für schwere Katzen und Maine Coons sind die RHRQuality Chartreux und der deckenhohe HAPPYPET Leonardo besser.

Gibt es einen Kratzbaum-Testsieger bei Stiftung Warentest?

Soweit wir prüfen konnten, nein. Stiftung Warentest und Öko-Test haben bis Oktober 2026 keine Kratzbäume getestet. Die „Testsieger“ auf Vergleichsseiten beruhen meist auf Verkaufszahlen bei Amazon.

Wie hoch sollte ein Kratzbaum sein?

Das durchgehende Kratzstück sollte mindestens so hoch sein, wie deine Katze reicht, wenn sie sich auf den Hinterbeinen streckt. Bei einer durchschnittlichen erwachsenen Katze sind das 70 bis 90 cm. Katzen nutzen Stämme über etwa 90 cm häufiger als kurze. Die Gesamthöhe zählt vor allem fürs Klettern.

Welcher Kratzbaum eignet sich für große Katzen und Maine Coons?

Einer mit Stämmen ab 12 cm, besser 15 bis 20 cm, einer Bodenplatte um 60 x 60 cm, mindestens 20 Kilo Eigengewicht und Liegeflächen ab 50 cm. Achte auf die angegebene Belastbarkeit pro Ebene. Kompakt ist die RHRQuality Chartreux mit 20-cm-Stamm eine gute Wahl, zum Klettern der HAPPYPET Leonardo mit 18-cm-Stämmen.

Wie dick sollten die Stämme sein?

Für eine normal große Katze reichen 8 bis 9 cm. Für Katzen ab etwa 6 Kilo solltest du 12 cm oder mehr wählen, für schwere Kater 15 bis 20 cm. Dünne Stämme biegen sich unter einer schweren Katze und bieten großen Pfoten wenig Halt.

Brauche ich einen Kratzbaum mit Deckenspanner?

Nur wenn er sehr hoch werden soll und du nicht in die Wand bohren möchtest. Der Deckenspanner macht einen deckenhohen Kratzbaum stabil, setzt aber eine passende Raumhöhe und eine feste Decke voraus. Zieh ihn in den ersten Wochen regelmäßig nach. Eine schwere Basis und dicke Stämme ersetzt er nicht.

Mein Kratzbaum wackelt. Was kann ich tun?

Zieh die Schrauben zwischen Stämmen und Plattformen nach, stell ihn in eine Ecke und befestige ihn mit dem mitgelieferten Kippschutz an der Wand. Auf dickem Teppich wackelt er leichter als auf hartem Boden. Hilft das nicht, ist er für deine Katze zu leicht gebaut.

Ist Feandrea eine gute Marke?

Für eine normal große Katze ja. Feandrea-Kratzbäume bieten viel fürs Geld, sind einfach aufzubauen und haben tausende gute Bewertungen. Die Stammdicke unterscheidet sich aber stark je nach Modell. Für eine schwere Katze wählst du eines mit Stämmen ab 11 bis 12 cm.

Wie viele Kratzmöglichkeiten braucht eine Katze?

International Cat Care empfiehlt eine Kratzstelle pro Katze plus eine zusätzliche. Auch bei einer Katze helfen zwei Arten: ein senkrechter Stamm und eine flache Kratzpappe, an verschiedenen Stellen in der Wohnung.

Kann man das Sisal am Kratzbaum erneuern?

Ja. Viele Hersteller wie Petrebels, HAPPYPET oder RHR verkaufen einzelne Stämme. Du kannst einen Stamm auch selbst neu mit Sisalseil umwickeln und Anfang und Ende festtackern. Ausgefranstes Sisal allein ist noch kein Grund zum Tauschen.

Ab wann braucht ein Kitten einen Kratzbaum?

Sobald es bei dir einzieht. Kitten kratzen schon früh und lernen dann, was erlaubt ist. Fang mit einer Kratzpappe und einer niedrigen, stabilen Säule an und kauf etwas Höheres dazu, wenn dein Kitten wächst. Bei einem Maine-Coon-Kitten plan gleich für die erwachsene Größe.

Weiterlesen

Mehr zu Blog

Auf der Suche nach etwas Schönem für deine Katze?